Die Gemeinde Buus liegt im Bezirk
Sissach, 445 Meter ü.M., Bauerndorf mit Obst- und Rebbau in
einem Talboden gelegen, in den mehrere kleine Täler münden.
978 Einwohner. Mit 888 ha Fläche die drittgrösste
Gemeinde im Bezirk Sissach. Die Waldfläche beträgt 245
ha. 29 Landwirtschaftsbetriebe bewirtschaften eine landwirtschaftliche
Nutzfläche von 576 ha.
Buus verfügt über eine Rebfläche
von knapp 8 ha, wovon rund die Hälfte von Kleinproduzenten,
welche im Weinbauverein zusammengeschlossen sind, bewirtschaftet
werden.
Wappen: Seit 1945. In weissem
Feld auf schwarzem Boden ein roter Rebstecken mit Weinstock und
blauer Traube. Das Wappen symbolisiert den Rebbau der Gegend.
Ortsgeschichte: Dunkler,
voralemannischer Ortsname. Nach steinzeitlichen, bronzezeitlichen
und römischen Funden zu schliessen war der Boden von Buus schon
früh besiedelt. Die Kirche wurde vermutlich auf einem römischen
Gebäude errichtet, sie ist dem Erzengel Michael geweiht. Die
Ortschaft gehörte im Mittelalter wahrscheinlich dem Kloster
Beromünster, ging dann an die Grafen von Lenzburg, an die Frohburger,
an die Grafen von Habsburg-Laufenburg und schliesslich zusammen
mit der Farnsburg an die Thiersteiner. 1461 verkaufte Thomas von
Falkenstein die Farnsburg aus Geldmangel an die Stadt Basel. Über
300 Jahre lang herrschten die Basler Landvögte von der Farnsburg
aus über das umliegende Land. Das Patronatsrecht über
die Kirche gehörte vom 14. Jahrhundert bis 1805 dem deutschen
Ordenshaus in Beuggen, jenseits des Rheins.
1798 wurde die Farnsburg von aufständischen
Bauern geplündert und gebrandschatzt. Der Weinbau, der 1274
erstmals urkundlich erwähnt wurde, hat sich in Buus bis heute
erhalten.
Sehenswürdigkeiten:
Ruine Farnsburg mit prächtiger Rundsicht - Pfarrkirche St.
Michael, 1860, 1943/44 und 1990-92 renoviert - Pfarrhaus in spätgotischem
Stil - Frühbarocke Wappentafeln der Deutschordensritter aus
dem Jahr 1625 - Ständerhaus aus dem 16. Jahrhundert. Einziges
Hochstudhaus in der Nordwestschweiz. Dient heute als Bauernmuseum.
Otto’s Museum / Sellmattstrasse 13, 4463 Buus Die Sammlung beinhaltet einige Autos, Tankstellen- und Garageeinrichtungen aus den 40-60er Jahren. Sorgfältig ausgesuchte Email-Reklameschilder und Thermometer dekorieren die Wände. Das Hauptaugenmerk gilt aber alter Spielsachen quer durchs ganze Gebiet.
In allen Ecken wimmelt es von Modellautos, Eisenbahnen, Dampfmaschinen, Tretautos, Blech- und Holzspielsachen, quer durch die ganze Kinderwelt.
Die Museumstüren öffnen sich von Mai bis September, jeweils jeden 2. Sonntag im Monat von 13.00 Uhr bis 17.00 Uhr. Der Eintritt kostet 4 Franken, Kinder unter 12 Jahren haben freien Eintritt.
Vereine: Damenriege,
Fasnachtsgesellschaft Guggä-Rugger, Frauenchor, Frauenturnverein,
Männerchor, Männerriege, Musikgesellschaft, Natur- und
Vogelschutzverein, Pistolenclub, Reiterclub, Samariterverein, Schützen-
gesellschaft, Turnverein, Velo-Motoclub, Weinbauverein.
Parteien: SVP, FDP
Gemeindebauten:
Mehrzweckhalle mit Aussensportanlage und Zivilschutzanlage, erbaut
1986. Feuerwehrmagazin und Werkhof, erbaut 1991. Gemeinschaftsschiessanlage
Buus-Maisprach in Buus, erbaut 1994/95. Schulhaus für die
Unterstufe mit Kindergarten, erbaut 1999. Freischwimmbad Sellmatt.
Wirtschaft: Nebst
einigen kleinen und mittelgrossen Betrieben im Bau- und Baunebengewerbe
und einer Garage mit Carosseriewerk beherbergt Buus auch drei Gaststätten.
Dabei kann das Restaurant Waldgrotte, mit seinen Tiergehegen und
dem Kinderspielplatz, abseits über Buus gelegen, als eigentliches
Ausflugsziel bezeichnet werden. |
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